Der Griff nach den Sternen

Es begann im Herbst 2015 mit einem Artikel im 4-Seasons-Magazin über Sternenfotografie. Darin wurden atemberaubende Fotos des Österreichers Nicholas Römmelt vorgestellt, die Landschaften unter dem nächtlichen Sternenhimmel zeigen. Fasziniert und gefesselt von den dort gezeigten Aufnahmen begann ich, mich mit der Thematik und den speziellen Techniken zu befassen und übte fleißig im Garten – zunächst mit dem Ziel, fit für unsere Nordlichtreise nach Schweden zu werden. Die ersten Versuche waren frustrierend und ließen mich an den Misserfolg bei der Mondfinsternis im September 2015 erinnern. Ich zweifelte an der angewandten Technik sowie der verwendeten Ausrüstung. Schließlich stellte sich bei der anschließenden Betrachtung der Fotos am heimischen PC Ernüchterung ein. Für die Probeaufnahmen kam erschwerend hinzu, dass das Timing optimal passen musste: klarer Himmel, Neumond, möglichst wenig Lichtverschmutzung und nicht zuletzt die Zeit, die zur Verfügung steht – Sternenfotografie ist sehr zeitintensiv. Ich probierte fleißig weiter und stöberte in diversen Fotografieforen bis ich mit den Ergebnissen halbwegs zufrieden war und optimistisch Richtung Schweden blicken konnte. Letztlich waren die Ergebnisse aus Abisko trotz der nicht optimalen Wetterbedingungen zufriedenstellend.

Spätestens jetzt hatte ich endgültig „Lunte gerochen“ und wollte mich unbedingt weiter mit der sog. Astrofotografie beschäftigen. Ich suchte nach Spots in der Umgebung und fand mich eines Abends Anfang März bei völliger Dunkelheit im Pietzmoor nahe Schneverdingen wieder – eine etwas mystische Stimmung. Es ist erstaunlich was ein hochempfindlicher Kamerasensor bei einer Empfindlichkeit von ISO 1600 alles sehen kann, was dem menschlichen Auge verborgen bleibt.

Die Ergebnisse dieser Fotosession habe ich in der nachfolgenden Bilderstrecke zusammengestellt. Die Aufnahmen sind jeweils bei völliger Dunkelheit entstanden. Der gelb-orange Schimmer zeigt die Luftverschmutzung von Soltau und Hannover. Bitte klickt auf die einzelnen Fotos, um sie in voller Größe anzuzeign. Für die Interessierten: die von mir verwendeten Aufnahmeparameter habe ich als Bildunterschrift hinzugefügt.

Mein nächstes Etappenziel wird das Fotografieren der Milchstraße im Spätsommer sein. Ich werde berichten, wie es war.

Update 2016-09-14: Ob und wie ich mein Etappenziel erreicht habe, erfährst Du in diesem Beitrag.

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